Mein Kind nascht heimlich - Was sollten Eltern tun?

Kinder naschen gerne! Wenn ein Kind heimlich nascht, dann sollten bei allen Eltern die Alarmglocken angehen - Naschen macht zwar Spaß, ist jedoch auf Dauer sehr ungesund und zeugt von einer Fehl- oder Mangelernährung!

Wir möchten in diesem Artikel darüber sprechen, wie man das Kind vom heimlichen Naschen abbringen kann und welche Alternativen es zur Nascherei gibt.

Obst und Gemüse statt Süßigkeiten


Irgendwoher müssen die Kinder die Süßigkeiten haben und irgendwo muss auch ihre ungebändigte Lust nach süßen Naschereien kommen. Eigentlich kommen für beide Fragen nur die eigenen Eltern infrage. Kinder unter 10 Jahren kaufen nur sehr selten allein ein und es ist fraglich, ob sie tatsächlich nur Süßes kaufen würden.

Jedenfalls können die Eltern Einfluss auf das Essverhalten ihrer Kinder nehmen, indem sie beispielsweise einfach weniger Süßigkeiten für sich (und ihre Kinder) kaufen. Oft ist es jedoch so, dass die Eltern diesen Schritt längst gemacht haben, um die Kinder vom heimlichen Naschen abzubringen.

Die "Radikalkur" hilft leider nicht immer, manche Kinder naschen erst recht heimlich, wenn ihnen die "heiligen Süßigkeiten" weggenommen werden. Das passiert immer dann, wenn die Kinder schon als 3-Jährige zu viel Süßes bekommen und sich daran gewöhnen wie an ein Käsebrot zum Frühstück!

Die Alternative zu Süßigkeiten ist stets Obst oder Gemüse gewesen und sämtliche Eltern, die Kinder mit einem heimlichen Nasch-Problem haben, sollten diese Alternative aktiv anwenden und mit ihren Kindern über die Vorteile reden, die Obst und Gemüse hat.

Kinder hören gern Geschichten, also kann man ihnen erzählen, dass man von Äpfeln gesund bleibt, mit Karotten Adleraugen bekommt und von Spinat stark wie ein Löwe wird.

Wenn man nun noch ein wenig die üblichen Haribos "schlechtredet", dann dürften sich die meisten Kinder rasch umgewöhnen können.

Allerdings wird diese Taktik nichts bringen, wenn die Eltern selber weiterhin zu viel Süßes essen...

Alternative Beschäftigungen zeigen


Heimliches Naschen ist für viele Kinder eine Art der Beschäftigung. Viele (vor allem übergewichtige) Kinder naschen nicht nur heimlich, sondern auch aus Langeweile. Es spielt in diesem Fall überhaupt keine Rolle, welches Nahrungsmittel gegessen wird.

Heimliches Essen und vor allem das Naschen aus Langeweile sind absolutes Gift für eine gesunde, attraktive und bewegliche Figur. Gerede im Kindesalter ist es wichtig, eine gesunde Figur zu behalten, um keinen falschen Grundstein für die Pubertät und das Erwachsenenalter zu legen!

Wenn Kinder heimlich und aus Langeweile naschen, dann müssen die Eltern ihnen alternative Beschäftigungen zeigen, mit ihnen Sport treiben, Gesellschaftsspiele spielen und ihnen vor allem ein wenig Kreativität beibringen:

Einen genialen Artikel zum Thema Kreativität findest du auf unserer Partnerseite: Kreativität bei Kindern fördern

So lernen die Naschkatzen, wie sie sich selber beschäftigen können, ohne dass ihnen langweilig wird und ihr Naschtrieb wieder einsetzt!

Naschen nur als Belohnung


Die dritte und womöglich effektivste und logischste Methode funktioniert nach dem Belohnungsprinzip: Die Kinder dürfen nur noch dann naschen, wenn sie bestimmte Ziele erreicht haben.

Mögliche (faire) Ziele für Naschkatzen wären beispielsweise: Kinderzimmer aufräumen und selber staubsaugen, Hausaufgaben pünktlich erledigen, mit dem Hund spazieren gehen oder beim Abwasch helfen.

Es ist allerdings sehr wichtig, dass die Kinder niemals psychisch bzw. emotional orientierte Ziele gesetzt bekommen. Es sollte stets um materielle Dinge gehen, weil ja die Belohnung ebenfalls materiell ist.

Ein Kind versteht die Ziele "keine Schimpfwörter benutzen", "die Schwester nicht ärgern", "in der Schule gut aufpassen" oder "sich richtig benehmen" wahrscheinlich nicht und ist somit gezwungen immer wieder zu scheitern.

Das Scheitern bei emotionalen Zielen bedeutet, dass die Kinder nichts zum Naschen bekommen. Das bedeutet Frust für sie und sie werden erst recht nach Möglichkeiten suchen, um heimlich naschen zu können.

Eines ist sicher: Kinder finden immer Mittel und Wege, um Süßes zu ergattern :-)
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